Feldschiessen

Abendfahrt

Kranz für Landratspräsident Peter Tresch

Feldschiessen / An der traditionellen «Abendfahrt» in Amsteg nahmen zahlreiche Behördenmitglieder, militärische Gäste und der Vorstand des Kantonalschützenverbandes Uri teil. Besonders gut traf Schiessoffizier Erich Planzer.

Die Teilnahme am grössten Schützenfest der Welt, dem Eidgenössischen Feldschiessen, ist für viele Urner Schützinnen und Schützen immer noch Ehrensache. Dort darf jeder gratis mitmachen. Die Schützenvereine stellen die Leihwaffen plus kompetente Betreuung zur Verfügung.

Als Kick-off für diesen Anlass führt der Kantonalschützenverband Uri (KSVU) jedes Jahr die traditionelle Abendfahrt durch – mit dem 300-m-Schiessen als sportlichen Höhepunkt.

Das Motto: «Mitmachen kommt vor dem Rang»
Der Präsident der SG Amsteg-Erstfeld, Bernhard Walker, erinnerte die Gäste einleitend, das in früheren Jahren Erstfeld und Amsteg eine eigene Schützengesellschaft hatten. «Weil im Jahr 1992 das letzte Mal in Erstfeld geschossen werden durfte, war man froh, hier Gastrecht geniessen zu dürfen und im Jahr 2009 fusionierten die beiden Schützengesellschaften. Die Zusammenarbeit klappt gut und dieses Jahr hatten wir sogar wieder 21 Jungschützen; das Problem ist, dass von diesen zu wenige dem Schiesssport treu bleiben», sagte der Präsident.

Theo Imhof (Ressortleiter Feldschiessen im KSVU) freute sich speziell, dass Amsteg nach 13 Jahren wieder Austragungsort des Kick-off-Anlasses ist, zu dem unter anderem Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti, , Divisionär Lucas Caduff (Kommandant Territorialregion 3), Kreiskommandant Urs Mock, sowie die beiden Gemeinderäte Yves Lussmann (Silenen) und Flavian Levy (Erstfeld) gekommen sind. Aber auch der Eidgenössische Schiessoffizier, Major René Wild und der Präsident der Urner Schiesskommission, Erich Planzer aus Sisikon sind gekommen. Die Gäste nutzten die Gelegenheit, das Feldschiessen «vorzuschiessen», denn der eigentliche Anlass findet erst am Wochenende vom 24. bis 26. Mai statt. Theo Imhof hofft auf eine recht grosse Beteiligung, denn das Motto heisst immer noch: «Mitmachen kommt vor dem Rang»! (Programm unter www.ksvu.ch).
Das 300-Meter-Schiessprogramm beinhaltet jeweils 18 Schüsse auf die kombinierte Feldscheibe B4. Zuerst müssen sechs Schüsse Einzelfeuer innert 6 Minuten abgegeben werden, pro Schuss hat also jeder Schütze rund 1 Minute Zeit. Danach zweimal drei Schüsse Kurzfeuer in je 60 Sekunden und abschliessend sechs Schüsse Schnellfeuer in 60 Sekunden. Am Feldschiessen darf nur mit den Ordonnanzwaffen (Sturmgewehr oder Karabiner) geschossen werden, Standartgewehre (Sportwaffen) sind nicht zulässig. Die Gäste, von denen viele selten ein Gewehr in der Hand halten, sind von erfahrenen Schützen betreut worden. Das beste Resultat schoss Oberleutnant Erich Planzer, Präsident der Urner Schiesskommission, mit hohen 70 Punkten, das sind nur zwei Punkte unter dem Punktemaximum. Das zweitbeste Ergebnis erzielte überraschend Belinda Gamma vom Pistolenclub Altdorf-Erstfeld mit 64 Treffern.

Landratspräsident gewann «Duell» gegen den Sicherheitsdirektor
Landratspräsident Peter Tresch war mit seinen 59 Punkten und dem Gewinn des Kranzes mehr als zufrieden und noch mehr freute er sich insgeheim, dass er Dimitri Moretti im sportlichen Duell schlagen konnte, denn der Sicherheitsdirektor schoss 53 Punkte und verpasste somit den Kranz um 4 Punkte.

Nachdem alle Gäste geschossen hatten, wurden sie von den beiden «Wirtsfrauen» des Schützenbeizli, Karin König und Anita Walker kulinarisch verwöhnt. Danach durfte Theo Imhof bei der Siegerehrung an insgesamt neun von den 15 Schützen den verdienten Kranz überreichen. 

Der Berichterstatter:
Paul Gwerder

Aus der Rangliste: 
1. Erich Planzer, Sisikon, 70 Punkte; 2. Belinda Gamma, Schattdorf, 64; 3. Paul Gwerder, Erstfeld, 63; 4. Bernhard Baumann, Amsteg, 63; 5. René Wild, Honau, 62; 6. Jürg Janett, Altdorf, 61; 7. Peter Tresch, Göschenen, 59; 8. Petra Jeanneret, Altdorf, 59; 9. Urs Mock, Schattdorf, 59.

Flavian Levy wird durch Ressortleiter Theo Imhof betreut
Schiessoffizier, Erich Planzer aus Sisikon, erzielte 70 Punkte

 

 

 

 

 

 

Gruppenmeisterschaft

Windböen verhinderten Spitzenergebnisse

19 Gruppen an kantonalen Gruppenmeisterschaften in Flüelen
Den Final in der Gruppenmeisterschaft der Kategorie E (Sturmgewehr) gewann Attinghausen überlegen mit elf Punkten Vorsprung auf Unterschächen. Bei den Standartgewehrschützen siegte Isenthal, im Feld D gewann der SV Schattdorf.

Der mit Spannung erwartete kantonale Gruppenmeisterschaftsfinal fand am Samstag, 11. Mai, im Schiessstand auf der Flüeler Allmend statt. 19 Urner Teams traten in drei nach Sportgeräten getrennten Feldern mit dem Sturmgewehr 90 (Feld E), dem Sturmgewehr 57/03 und 57/02 (Feld D), dem Karabiner sowie dem Standartgewehr an (Feld A). Sie kämpften um die insgesamt zwölf Qualifikationsplätze für die erste schweizerische Hauptrunde.

Der Schweizerische Schiesssportverband (SSV) führt seit 1950 jährlich eine dezentralisierte Gruppenmeisterschaft 300m durch. Der Wettkampf dient der Förderung der Schiessfertigkeit auf sportlicher Grundlage und des Breitensportes. Der Wettkampf beginnt mit den Vorrunden in den Kantonalverbänden, führt über drei Schweizer Hauptrunden (Cup-System) und wird mit dem Schweizer Final am 31. August in Zürich abgeschlossen.

Isenthal, Schattdorf und Attinghausen wiederholten Vorjahressieg
Die wechselnden Wetterverhältnisse, insbesondere der böige Wind machte den Schützen zu schaffen und es gab deshalb auch keine absoluten Spitzenergebnisse. Im Feld E starteten total zehn Gruppen. Dabei zeigten die Schützen aus Attinghausen der Konkurrenz den Meister und gewannen mit elf Punkten Vorsprung und mit insgesamt 2021 Punkten klar vor Unterschächen. Der Erfolg der Attinghausner mit den Schützen Louis Camenzind, Urban Camenzind, Ivo Gisler, Markus Zurfluh und Stefan Zurfluh war auch dem guten Teamergebnis zu verdanken, denn keiner der fünf Schützen fiel resultatmässig ab. Bei ihrem Sieg im Vorjahr bei besseren äusseren Bedingungen gab es sogar noch zehn Treffer mehr. Das höchste Resultat aller Schützen erzielte Oswald Schmid (SG Flüelen) mit 143 Punkten in der zweiten Runde, während bei den Frauen Edith Bissig (SG Isenthal) mit 141 Treffern brillierte.

Im Feld D deklassierte Schattdorf die Konkurrenz mit 2057 Punkten, denn die zweitplatzierten Seelisberger verloren schon 39 Punkte auf das Siegerteam. Die «Zgraggen»-Dynastie trat wieder in der gleichen Besetzung wie im Vorjahr an, nämlich mit den Gebrüdern Georg und Nikolaus Zgraggen und deren Kinder Andreas Zgraggen und Manuela Poletti-Zgraggen sowie ihrem Cousin Felix Arnold. Besonders treffsicher zeigte sich diesmal Andreas Zgraggen mit insgesamt 424 Punkten.

Im Feld A brauchte diesmal Isenthal Glück um mit einem winzigen Punkt Vorsprung auf Unterschächen zu siegen. Die Schächentaler hatten Pech, denn nur wegen eines Scheibenfehlers, das heisst eines Nullers, verloren sie den Final mit 1857 Punkten. Wollen die Isenthaler Schützen aber schweizweit weiterkommen, so müssen sie sich gewaltig steigern, denn die 1858 Punkte sind eher mässig einzustufen, denn noch vor zwei Jahren erzielten sie 29 Treffer mehr. Für die erste schweizerische Hauptrunde haben sich alle Teams im Feld A qualifiziert, da nur drei Gruppen mit dem Standartgewehr zum Wettkampf antraten. 

Der Berichterstatter:
Paul Gwerder

SG Attinghausen: (v.l.) Louis Camenzind, Urban Camenzind, Ivo Gisler, Markus und Stefan Zurfluh
SV Schattdorf: (v.l.) Felix Arnold, Manuela Poletti-Zgraggen, Nikolaus, Andreas und Georg Zgraggen.

 

 

 

Einzelwettschiessen

 

 

 

 

 

 

Winterschiessen

 

 

 

85. Jagdmattschiessen

Die vier Schinkengewinner: (von links) Alois Gisler, Heinz Bissig, Georg Zgraggen und Markus Zurfluh
Die beiden besten Jungschützen Elia Imholz und Nadia Triulzi mit dem Präsidenten des Jagdmattschiessens, Paul Zgraggen
Die Vertreterin der SG Gurtnellen, Rosmarie Zgraggen, erhält von Paul Zgraggen die Hellebarde überreicht

Heinz Bissig siegt mit dem Punktemaximum - 296 Schützinnen und Schützen nahmen teil

Am traditionellen 85. Jagdmattschiessen gewannen Heinz Bissig, Alois Gisler, Markus Zurfluh und Georg Zgraggen den begehrten Schinken. Als bester Jungschütze durfte sich Elia Imholz feiern lassen.

Bereits zum 85. Mal wurde am vergangenen Wochenende das Jagdmattschiessen ausgetragen. Paul Zgraggen war trotz kleinem Teilnehmerrückgang zufrieden. «Ich bin froh, dass neben den 242 Urner Schützinnen und Schützen, noch 54 Gäste das Programm geschossen haben.
Liegend mussten zehn Schüsse abgegeben werden: zwei Probe-, fünf Einzel- und drei Serienfeuer. Bei der Auswertung der Kranzquote, die für die Urner sehr hohe 78,63 Prozent ergab, war ersichtlich, dass im Vergleich zu den Vorjahren Spitzenresultate erzielt wurden.

Nach sieben Jahren wieder ein Punktemaximum
Die besten Urner wurden zu den Jagdmattschützen 2019 erkoren und gewannen einen saftigen Schinken. Mit dem Standartgewehr schoss der Unterschächner Heinz Bissig das Maximum von 80 Punkten. Auf den nächsten Plätzen folgt der junge Kilian Imholz mit Jahrgang 1998 (SG Spiringen) mit 79 Punkten vor seinem Klubkollegen Daniel Baumann (78). Das letzte Mal erzielte im Jahr 2012 das Kantonale Ehrenmitglied Josef Muheim das Maximum. Der beste Nicht-Standartgewehrschütze war Georg Zgraggen mit dem Sturmgewehr 57/03 und 78 Punkten. Er hat das Kunststück fertiggebracht, den Schinken bereits zum siebten Mal zu gewinnen. Ebenfalls 78 Punkte erzielte der um fünf Jahr jüngere Bernhard Gisler (Seedorf). Bester Karabinerschütze war Alois Gisler (SG Unterschächen) mit 77 Treffern vor dem Flüeler Peter Aregger (76).
Den Sieg bei den Jungschützen holte sich der Erstfelder Elia Imholz (SG Amsteg-Erstfeld) mit 69 Punkten vor Nadia Triulzi (SG Silenen) und Leonie Zurfluh (SG Attinghausen).
Den Sektionswettkampf gewannen wie schon oft in den vergangenen Jahren due Schützen aus Unterschächen mit 75,556 Punkten vor Spiringen (75,333 und Isenthal (74,333). Die Schützengesellschaft Gurtnellen wurde Gewinnerin der Hellebarde. Die grössten Teilnehmerzahlen stellten Amsteg-Erstfeld mit 35, Unterschächen und Seelisberg mit je 20 Schützinnen und Schützen. Paul Zgraggen dankte abschliessend den Helferinnen und Helfern und den Teilnehmenden für den reibungslosen Ablauf des diesjährigen Jagdmattschiessens.

Der Berichterstatter:
Paul Gwerder